﻿{"id":26,"date":"2016-11-06T15:30:46","date_gmt":"2016-11-06T14:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/?page_id=26"},"modified":"2022-08-06T18:24:39","modified_gmt":"2022-08-06T16:24:39","slug":"lietzen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/startseite\/lietzen\/","title":{"rendered":"Lietzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche Lietzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1244 erste schriftliche Erw\u00e4hnung: ,,capella&nbsp;que, in villa Lessnitz est&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1247 Die Comturei Lietzen (im heutigen Lietzen Nord), bzw. der Templer Orden erh\u00e4lt die Besitzurkunde \u00fcber das Dorf von Papst Innozenz IV.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">14.Jh Reste dieser Bauphase (Granitquader) bilden den Kern des heutigen Bauwerks.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1729 Umbau der Kirche. Errichtung des Turmes, Vergr\u00f6\u00dferung der Fenster<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">und in dieser Zeit vermutlich auch Einbau der Empore.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1752 Anbau der s\u00fcdlichen Vorhalle mit dem noch heute erhaltenen verzierten Dachstuhl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1887 Neubau des eingest\u00fcrzten Turmes. Schwere Kriegszerst\u00f6rungen insbesondere am Turm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1947 Besch\u00e4digter Turmhelm und Dachstuhl st\u00fcrzen in das Kirchenschiff. Zerst\u00f6rung der Innenausstattung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">48-54 Wiederaufbau der Kirche bei grundlegender Neugestaltung ohne Seitenempore aber mit Spitztonne. Hierbei erfolgte auch der Einbau des Altar- und des Tauffensters aus der Werkstatt von Katharina Peschel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">70er Jahre Aufstellung der Orgel. Anfang der 70er Jahre Einbau einer Winterkirche in Eigenleistung. 1976 Neuputz der Fassaden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">80er Jahre Erneuerung der Dachdeckung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1991 Renovierung, Einbau eines neuen Altars, einer neuen Taufe und Kanzel an Stelle eines Altarblocks und einer Kanzel von 1954.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1997\/98 Grundinstandsetzung von Turm und Kirchenschiff, Ausbau auf und unter der Empore und Sicherung des Dachstuhls der Vorhalle.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"236\" height=\"193\" src=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheLZGrundriss.jpg\" alt=\"kirchelzgrundriss\" class=\"wp-image-86\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Turm &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Westwand des Turmes geht auf den Umbau im Jahre 1729 zur\u00fcck. Hierzu gab es ab 1769 einen barocken Turmhelm. Nach dem Einsturz dieses Turmhelms wurde 1897 ein Neubau notwendig. Dabei sind drei gusseiserne St\u00fctzen zur Lastabtragung eingebaut worden. Die mittlere St\u00fctze ging wahrscheinlich beim Einsturz 1947 verloren und wurde beim vereinfachten Wiederaufbau durch eine Abfangungskonstruktion ersetzt. Dabei konnte der wahrscheinlich durch das \u00dcberputzen von 1897 mit verursachte Hausschwammschaden, scheinbar nicht beseitigt werden. Die Grundinstandsetzung von 1997\/98 hatte keine grundlegende Neugestaltung zum Ziel. Durch die Ver\u00e4nderung der Verschalung konnte der Turm unter Bezug auf die Gestaltung von 1897 eine geschlossenere Form erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Glocken<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Lietzen.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1951\" width=\"169\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Lietzen.jpg 677w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Lietzen-135x300.jpg 135w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Lietzen-462x1024.jpg 462w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts vieler Abgaben von Glocken f\u00fcr Kriegszwecke und angesichts vor allem der Zerst\u00f6rungen dieser Kirche, grenzt es an ein Wunder, da\u00dfalle drei Glocken original erhalten blieben. Noch heute erklingen: Eine Glocke von 1477 mit der Inschrift: ,,anno * dni * LXXVII *ihefvs* maria * filivs sit * nobis clemens et propicivs . amen.&#8220; (Im Jahr des Herren 1477, Jesus, Marias Sohn, sei uns gn\u00e4dig und nahe, Amen). Jene von 1698, welche das Schliebensche Wappen und die Buchstaben: ,,AgvS&#8220; sowie CBGRVCZL (Churbrandenburgischer Geheimer rat und Comtur zu Lietzen) tr\u00e4gt. Und schlie\u00dflich noch eine Glocke von 1720, die mit dem Umbau in Zusammenhang gebracht werden k\u00f6nnte. Das Lietzener Gel\u00e4ut gilt als das sch\u00f6nste der Region Seelow.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Verloren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Renaissance-Kanzel mit Pastorenstuhl, 2 Bronzeleuchter (16. Jahrh.), ein zinnernes Taufbecken von 1666, ein silbervergoldeter Barockkelch, Patene und Ziborium aus Zinn (Sp\u00e4trenaissance). In der Vorhalle&nbsp; soll sich ein sp\u00e4tgotischer Altaraufsatz befunden haben. Die zerst\u00f6rte &nbsp;Orgel stammte aus dem 19. Jahrhundert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>RESTE<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der barocken Emporenanlage sind unter der nun verglasten Empore von 1954 noch Reste der Tragkonstruktion erhalten. Der Grundriss zeigt, dass es auch eine Seitenempore gab. Diese wurde seit 1752 auch von der kleinen Vorhalle erschlossen. Deren reich verzierter Dachstuhl blieb auch nach dem Krieg erhalten und konnte trotz Hausschwammbefall in seinem Originalbestand gesichert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Instandsetzung und Emporenausbau 1997\/98<\/strong><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"259\" height=\"397\" src=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheLZBallon.jpg\" alt=\"kirchelzballon\" class=\"wp-image-88\" srcset=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheLZBallon.jpg 259w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheLZBallon-196x300.jpg 196w\" sizes=\"auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aufgrund gro\u00dfz\u00fcgiger Hilfe des Landes Brandenburg (im Rahmen des Staats-Kirchen-&nbsp; Vertrages), der Berlin-Brandenburgischen Evangelischen Landeskirche und des Kirchenkreises Seelow, sowie durch den Einsatz des Pfarrhauserl\u00f6ses und andere kirchengemeindliche Mittel gelang es, Gesamtkosten in H\u00f6he von insgesamt 435.000 DM zu finanzieren. Dabei wurden die komplette Turmkonstruktion und der Kirchendachstuhl instandgesetzt sowie vom Echten Hausschwamm befreit, der Turm neu verschalt, die Dachdeckung erneuert, die Emporenkonstruktion verst\u00e4rkt, die Empore auf beiden Ebenen verglast und mit neuen Bodenbel\u00e4gen versehen, eine neue Treppe eingebaut, der Kirchenraum komplett renoviert, die Elektroinstallation erneuert und eine Bankheizung eingebaut. Der Emporenausbau erm\u00f6glicht nun, nachdem die Kirchengemeinde nicht mehr Sitz des Pfarramtes und das Pfarrhaus auf lange Zeit in Erbpacht vergeben ist, die umfassende Nutzung der Kirche f\u00fcr alle gemeindlichen Aktivit\u00e4ten. Ziel bei der Umgestaltung war die Erhaltung des Emporencharakters. Hierzu wurde es notwendig, gro\u00dfe Glasscheibenformate hinter den St\u00fctzen einzubauen. Die beiden neuen St\u00fctzen unter dem Unterzug konnten dabei als zus\u00e4tzliche Gliederung eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manfred Guder, September 1998<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kirche Lietzen. 1244 erste schriftliche Erw\u00e4hnung: ,,capella&nbsp;que, in villa Lessnitz est&#8220;. 1247 Die Comturei Lietzen (im heutigen Lietzen Nord), bzw. der Templer Orden erh\u00e4lt die Besitzurkunde \u00fcber das Dorf von Papst Innozenz IV. 14.Jh Reste dieser Bauphase (Granitquader) bilden den Kern des heutigen Bauwerks. 1729 Umbau der Kirche. 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