﻿{"id":38,"date":"2016-11-06T15:38:15","date_gmt":"2016-11-06T14:38:15","guid":{"rendered":"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/?page_id=38"},"modified":"2022-08-06T18:18:20","modified_gmt":"2022-08-06T16:18:20","slug":"diedersdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/startseite\/diedersdorf\/","title":{"rendered":"Diedersdorf"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diedersdorf wurde&nbsp; zusammen mit dem D\u00f6rfern G\u00f6rlsdorf und Worin von Augustinerm\u00f6nchen aus Naumburg, am Fluss Bober in Schlesien, in der ersten H\u00e4lfte des 13. Jahrhunderts gegr\u00fcndet. Seine erste urkundliche Erw\u00e4hnung stammt aus dem Jahre 1253. Zur gleichen Zeit siedelten in Neuentempel Ritter des Templerordens, die ihren Ursprung in Spanien und Frankreich hatten und erweiterten ihren Stammsitz Komturei Lietzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So vereinigten sich in unserer Gegend im gleichen Zeitraum.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheDDvor45.jpg\" alt=\"kircheddvor45\" class=\"wp-image-82\" width=\"301\" height=\"249\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kolonisten aus dem Osten und aus dem Westen. Eine Besonderheit, die immer wieder in der langen Geschichte des Landes Lebus eine Rolle spielen wird, und die ihren H\u00f6hepunkt im Jahr 1945 fand, als in unseren D\u00f6rfern viele Familien aus den ehemaligen Ostgebieten Deutschlands eine neue Heimat fanden. Gewiss entstand in der Zeit der Dorfgr\u00fcndung in Diedersdorf eine Kirche, da die M\u00f6nche vornehmlich f\u00fcr die Ausbreitung des Christentums sorgten und eine Kirche zugleich das deutliche Zeichen war, dass in dieser Gegend Gott zu Hause ist. Hier lohnt es sich zu siedeln. Andererseits dienten die Kirchen in der Grenzregion, was die Mark Brandenburg im Mittelalter war, als Burgen. (Das alte deutsche Wort Mark, wovon sich auch Markierung ableitet, meint \u00fcbrigens nichts anderes als Grenzland) Ob nun diese erste Kirche in Diedersdorf die stattliche Gr\u00f6\u00dfe des Gotteshauses von G\u00f6rlsdorf oder eher klein und bescheiden wie das Kirchlein von Worin war, wissen wir nicht. Dass sie aber aus Feldsteinen gebaut war, zeigen Mauerreste im Turm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute erkennt man, dass Kirche und Friedhofsmauer eine Einheit bilden. Beides wurde im Jahre 1870 durch einen umfangreichen Umbau dem Stil der Romanik nachempfunden. \u00dcbrigens an der Ostseite des Friedhofes finden sich noch Reste der alten Friedhofsmauer, die aus Feldseinen bestand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kirche ist ein Rechteckiger Putzbau mit zwei Sakristeien und recht eckiger Altarnische. Dort ist links neben dem Altar eine Inschriftgrabplatte von Chr. F. v. Burgsdorff (+ 1713) und seiner Frau (+1722) zu finden, die im 17. und fr\u00fchen 18. Jahrhundert das Patronat \u00fcber unsere Kirche hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Altar selbst wurde nach dem Kriege neu gebaut. Aus den 50er Jahren sind auch Leuchter und Kreuz, dessen Enden die Symbole der vier Evangelisten darstellen. Das Taufbecken ist aus Messing und entstand auch in den 50er Jahren. Seine vier F\u00fc\u00dfe verk\u00f6rpern ebenfalls die Evangelisten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Turm entstand unter Verwendung mittelalterlicher Reste im Jahre 1739. Barocke Elemente sind noch zu erkennen (ovales Fenster \u00fcber dem Portal). Im Zuge der Umbauma\u00dfnahmen von 1870 bekam er hohe Spitze, die ihn fast doppelt so hoch sein lie\u00df. Zusammen mit dem Kircht\u00fcrmen von Seelow und Marxdorf bildet er eine Linie. Alle drei bronzenen Glocken wurden im ersten Weltkrieg eingeschmolzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1920 erhielt die Kirche zwei Stahlglocken, die im Jahre 2000 restauriert wurden. Im gleichen Jahr erhielt die Turmspitze ihr Kreuz.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"372\" height=\"244\" src=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheDDKirche.jpg\" alt=\"kircheddkirche\" class=\"wp-image-83\" srcset=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheDDKirche.jpg 372w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/KircheDDKirche-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 372px) 100vw, 372px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kirche und Turm wurden in den Kampfhandlungen im April 1945 stark besch\u00e4digt. Der ganze obere Teil des Turmes musste abgetragen werden. Orgel, Gest\u00fchl, Leuchter, Taufbecken und Kanzel gingen verloren, eine Bank, die rechts im Altarraum steht, und die Empore blieben erhalten. 1957 konnten die Kirche von den Menschen in Diedersdorf und aufgrund der Unterst\u00fctzung der Kirche der alten Bundesrepublik Deutschland wieder instand gesetzt werden. In dieser Zeit wurde die Empore verglast. Sie sollte urspr\u00fcnglich als Winterkirche dienen. Heute haben wir Dank der Kommune von Diedersdorf eine gute Heizung, so dass auch im Winter in der gro\u00dfen Kirche von Diedersdorf Gottesdienst gehalten werden kann.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Diedersdorf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1960\" width=\"281\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Diedersdorf.jpg 1125w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Diedersdorf-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Diedersdorf-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px\" \/><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diedersdorf wurde&nbsp; zusammen mit dem D\u00f6rfern G\u00f6rlsdorf und Worin von Augustinerm\u00f6nchen aus Naumburg, am Fluss Bober in Schlesien, in der ersten H\u00e4lfte des 13. 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