﻿{"id":90,"date":"2016-11-06T16:35:57","date_gmt":"2016-11-06T15:35:57","guid":{"rendered":"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/?page_id=90"},"modified":"2022-08-06T18:21:16","modified_gmt":"2022-08-06T16:21:16","slug":"marxdorf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/startseite\/marxdorf\/","title":{"rendered":"Marxdorf"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Marxdorf.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1952\" width=\"375\" height=\"281\" srcset=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Marxdorf.jpg 1500w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Marxdorf-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Marxdorf-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Marxdorf-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wovon die Kirche zu Marxdorf erz\u00e4hlen kann&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als der Bischof Heinrich von Lebus 1244 dem <a href=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/startseite\/neuentempel\/\">Templerorden<\/a> den Zehnten \u00fcber Besitzungen rund um Lietzen \u00fcbertr\u00e4gt, findet sich in der Aufz\u00e4hlung der Orte das erste Mal der Name \u201eMarquardstorp\u201c. 1247 best\u00e4tigte Papst Innocenz IV. dieses Lehen. Sicherlich setzten die Templer&nbsp;alle Kraft daran, z\u00fcgig ein Gotteshaus zu bauen, als Herz und Mittelpunkt und v.a. Schutz des Dorfes und seiner Bev\u00f6lkerung. So wurde gegen ende des 13. Jahrhunderts die Kirche aus sehr sorgf\u00e4ltig behauenen Granitsteinen errichtet. Im Osten ziert sie ein quadratischer Chor, im Westen ein schlichter Turm. Begehbar war die Kirche damals durch das Portal in der S\u00fcdwand, dessen Reste noch heute zu erkennen sind. Aus diesen ersten Tagen des Geb\u00e4udes stammt (vermutlich) das auff\u00e4llige, schmale Fenster im Ostgiebel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1318 gingen die Besitzungen der Templer, nach der Aufl\u00f6sung dieses Ordens, in das Eigentum des Johanniterordens \u00fcber. Aus dem 14. Jahrhundert stammt die letzte erhaltene der urspr\u00fcnglich drei Glocken. Sie tr\u00e4gt die Inschrift: \u201eO REX GLORIAE VENI CVM PACE\u201c Doch auch die Johanniter blieben nicht lange die Herren in Marxdorf. 1556, nachdem in Brandenburg schon der Funke der Reformation \u00fcbergesprungen war, erhielt der Markgraf von K\u00fcstrin die Rechte \u00fcber das Dorf. Marxdorf war filia der Pfarre zu <a href=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/startseite\/lietzen\/\">Lietzen<\/a>. Durch die gemeinsame Entstehungsgeschichte war das Dorf mit den umliegenden Siedlungen \u2013<a href=\"http:\/\/h219165.server21.campusspeicher.de\/wordpress\/startseite\/neuentempel\/\">Neuentempel<\/a>, Dolgelin z. Bsp.- verbunden. 1624 lebten in dem 49 Hufen z\u00e4hlenden Dorf u.a. 11 H\u00fcfner und 5 Koss\u00e4ten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst im 19. Jahrhundert konnten die Marxdorferinnen und Marxdorfer darangehen, ihrer Kirche allm\u00e4hlich ihre unverwechselbare Gestalt zu geben: 1848, im Revolutionsjahr, wurden der Kanzelaltar und die Emporen eingezogen. Das war, verglichen mit der Innenausstattung der Kirchen in den anderen D\u00f6rfern, eine gro\u00dfz\u00fcgige Modernisierung. Infolge der Ver\u00e4nderungen nach 1871 konnte die Marxdorfer Gemeinde endlich ihren Traum erf\u00fcllen und ihre Kirche Schritt f\u00fcr Schritt mit dem imposanten Turm kr\u00f6nen. 1880 erhielt der Turm ein neues Uhrwerk, das nach liebevoller Restaurierung und durch gewissenhafte Betreuung heute wieder die Zeit anschl\u00e4gt. Als Abschlu\u00df wurde 1895 die Turmgalerie errichtet, von der aus sich der Blick in die wundersch\u00f6ne Umgebung \u00f6ffnet. Ein Jahr vor der Jahrhundertwende erhielt der Umlauf die schmiedeeisernen Gitter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu vielen&nbsp;&nbsp; sch\u00f6nen, aber auch traurigen Anl\u00e4ssen haben die Glocken Menschen in die Marxdorfer Kirche gerufen. Das 20. Jahrhundert raubte der Kirche zwei Glocken und versetzte ihr durch die Kriege viele Wunden: Nachdem der Kirchturm im II: Weltkrieg besch\u00e4digt wurde, bauten ihn die Marxdorferinnen und Marxdorfer wieder auf. Am 15.01.1956 konnte das Gotteshaus wieder geweiht werden. Allerdings sind alle Sakralia (Leuchter etc.) und auch die Orgel im Zusammenhang des Krieges zerst\u00f6rt worden bzw. verloren gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem 1990 das Kirchdach neu eingedeckt und der Innenraum renoviert wurde, stellten sich 1994 gravierende Sch\u00e4den am Turm und im Bereich des Kirchenschiffes heraus. Die Aufgabe, die Kirche zu retten, f\u00fchrte bald viele verschiedene Menschen zusammen: Am 23.08.1996 wurde der F\u00f6rderverein \u201eAlte Kirche&nbsp; zu Marxdorf bei Seelow e.V.\u201c gegr\u00fcndet. Ab 1999 konnte die Sanierung beginnen, dank der F\u00f6rdermittel des Landes Brandenburg, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Landeskirche Berlin-Brandenburg, der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkm\u00e4ler, der Kommune Marxdorf, des Kirchenkreises Oderbruch, dank der Eigenmittel des F\u00f6rdervereines und der Kirchengemeinde sowie dem unerm\u00fcdlichen Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer. Die alte Dorfkirche erstrahlt nun wieder im alten Glanz, weithin sichtbares Zeichen des Glaubens.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vielmehr noch k\u00f6nnen die Steine der Kirche erz\u00e4hlen, Geschichten von Menschen, die hier&nbsp; Zuflucht und Trost, St\u00e4rkung und Freude gesucht und gefunden haben&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ansprechpartner bei Besichtigungen:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pfarramt, Rahel Charlotte Mielke, 033468935<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wovon die Kirche zu Marxdorf erz\u00e4hlen kann&#8230; Als der Bischof Heinrich von Lebus 1244 dem Templerorden den Zehnten \u00fcber Besitzungen rund um Lietzen \u00fcbertr\u00e4gt, findet sich in der Aufz\u00e4hlung der Orte das erste Mal der Name \u201eMarquardstorp\u201c. 1247 best\u00e4tigte Papst Innocenz IV. dieses Lehen. 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