﻿{"id":1078,"date":"2020-04-18T21:34:32","date_gmt":"2020-04-18T19:34:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lznt.de\/?p=1078"},"modified":"2021-02-20T19:25:59","modified_gmt":"2021-02-20T18:25:59","slug":"quasimodogeniti-19-04-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/2020\/04\/18\/quasimodogeniti-19-04-2020\/","title":{"rendered":"Quasimodogeniti, 19.04.2020"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><strong>Evangelisches Gesangbuch Nr. 117:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-sch\u00f6ne-Ostertag.mp3\"><\/audio><figcaption>Der sch\u00f6ne Ostertag<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-sch\u00f6ne-Ostertag.mp3\"><br>oder zum<\/a><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-sch\u00f6ne-Ostertag.mp3\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>1. Der sch\u00f6ne Ostertag! Ihr Menschen, kommt ins Helle! Christ, der begraben lag, brach heut aus seiner Zelle. W\u00e4r vorm Gef\u00e4ngnis noch der schwere Stein vorhanden, so glaubten wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Was euch auch niederwirft, Schuld, Krankheit, Flut und Beben &#8211; er, den ihr lieben d\u00fcrft, trug euer Kreuz ins Leben. L\u00e4g er noch immer, wo die Frauen ihn nicht fanden, so k\u00e4mpften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Muss ich von hier nach dort &#8211; er hat den Weg erlitten. Der Fluss rei\u00dft mich nicht fort, seit Jesus ihn durchschritten. W\u00e4r er geblieben, wo des Todes Wellen branden, so hofften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, erstanden, erstanden, erstanden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Quasimodo.mp3\"><\/audio><figcaption>Quasimodo<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Quasimodo.mp3\"><br>oder zum<\/a><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Quasimodo.mp3\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>oder zum Lesen:<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Evangelium aus Johannes im Kapitel 20:<\/strong><br><br><em>Es war schon sp\u00e4tabends an diesem ersten Wochentag nach dem Sabbat. Die J\u00fcnger waren beieinander und hatten die T\u00fcren fest verschlossen. Denn sie hatten Angst vor den j\u00fcdischen Beh\u00f6rden. Da kam Jesus zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte:<br>\u00bbFriede sei mit euch!\u00ab Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine H\u00e4nde und seine Seite. Die J\u00fcnger waren voll Freude, weil sie den Herrn sahen.<br>Thomas, der auch Didymus genannt wird, geh\u00f6rte zum Kreis der Zw\u00f6lf. Er war jedoch nicht dabei gewesen, als Jesus gekommen war. Die anderen J\u00fcnger berichteten ihm: \u00bbWir haben den Herrn gesehen!\u00ab Er erwiderte: \u00bbErst will ich selbst die L\u00f6cher von den N\u00e4geln an seinen H\u00e4nden sehen. Mit meinem Finger will ich sie f\u00fchlen. Und ich will meine Hand in die Wunde an seiner Seite legen. Sonst glaube ich nicht!\u00ab Acht Tage sp\u00e4ter waren die J\u00fcnger wieder beieinander. Diesmal war Thomas mit dabei. Wieder waren die T\u00fcren verschlossen. Da kam Jesus noch einmal zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: \u00bbFriede sei mit euch!\u00ab Dann sagte er zu Thomas: \u00bbNimm deinen Finger und untersuche meine H\u00e4nde. Strecke deine Hand aus und lege sie in die Wunde an meiner Seite. Du sollst nicht l\u00e4nger ungl\u00e4ubig sein, sondern zum Glauben kommen!\u00ab Thomas antwortete ihm: \u00bbMein Herr und mein Gott!\u00ab Da sagte Jesus zu ihm: \u00bbDu glaubst, weil du mich gesehen hast. Gl\u00fcckselig sind die, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNa, nu is ja das alles vorbei.\u201c, begr\u00fc\u00dfte mich eine Frau am vergangenen Mittwoch auf einem unserer Kirchh\u00f6fe.<br><br>Im ersten Moment dachte ich, sie meinte die strengen Ma\u00dfnahmen. Nach ein paar S\u00e4tzen wusste ich, dass sie das Osterfest meinte. Ja, die rot gekennzeichneten Tage im Kalender sind vor\u00fcber, die ersten Ostereier verschwinden schon wieder aus den Vorg\u00e4rten.<br><br>Ein Blick ins Gesangbuch hilft uns zu verstehen, wie das mit der Osterzeit gemeint ist: Unter Nummer 954 sind alle Sonntage des Jahres aufgef\u00fchrt. Jeder Sonntag hat einen Namen. Manche sind sehr schlicht, aber die Namen der Sonntage nach Ostern klingen beinahe wie ein Gedicht: Quasimodogeniti (Wie die neugeborenen Kinder), Miserikordias Domini (die Barmherzigkeit des Herrn), Jubilate (Jubelt!), Kantate (Singt!), Rogate (Betet!). Das alles sind Sonntage in der \u00f6sterlichen Festzeit. Ich sehe daran: Die Freude \u00fcber das, was Ostern ausmacht, passt nicht in 2 kurze Tage. Um sie auszukosten, haben wir 40 Tage Zeit.<br><br>Jeder dieser 5 Sonntage r\u00fcckt einen der grundlegenden Bausteine unseres Glaubens ins Rampenlicht:<br><br>Wir feiern, dass Jesus alle Abgr\u00fcnde und Mauern \u00fcberwunden hat und wir dadurch wie neugeboren sind. Wir sonnen uns in der Warmherzigkeit Gottes. Und da Glaube ein starker Motor ist, bewegt er uns: zum Jubeln, sprich: Danken. Zum Singen, auch mit m\u00fcden Stimmen. Zum Reden mit Gott und Bitten f\u00fcr Andere.<br><br>In diesem Jahr will vielen von uns die \u00f6sterliche Freude nicht so recht gelingen. Eine bedrohliche Situation, eine zum Stillstand gezwungene Gesellschaft, \u00c4ngste, Sorgen, Einsamkeit \u2013 all das belastet uns. Und nun auch noch die klare Ansage, dass Gottesdienste zu Quasimodogeniti, Miserikordias Domini und bis auf weiteres untersagt bleiben. Ich halte mir dann vor Augen: Ostern ist deswegen nicht abgesagt. Gerade in der bizarren Zeit will die gute Nachricht vom Ostermorgen in unser Leben einziehen.<br><br>Am sch\u00f6nsten w\u00e4re es, wenn diese Osterfreude trotzdem greifbar werden k\u00f6nnte \u2013 so, wie es sich Thomas im Evangelium gew\u00fcnscht hat. Da wir alle gerade verpflichtet sind, zu Hause zu bleiben, geht das Greifbarwerden auch zu Hause: Ich lade ein, den Esstisch entsprechend dem Sonntag zu dekorieren. Das kann ich alleine, oder die Kinder \u00fcbernehmen es. Durch verschickte Fotos kann ich Verwandte und Freunde\/innen an den \u00f6sterlichen Freudentisch \u201eeinladen\u201c. Also auf denn:<br><br>Am 19.04. ist <strong>Quasimodogeniti<\/strong>: Ich stelle auf den Tisch die Taufkerzen meiner Kinder. Eigene Kinderfotos kommen dazu: Gibt es eine Erinnerung an meine Kindheit oder an die meiner Kinder, die mir besonders lieb und wert ist? Ich trage das besondere Gef\u00fchl in mir, als ich meine Kinder nach der Geburt das erste Mal im Arm hielt.<br><br><strong>Miserikordias<\/strong> <strong>Domini<\/strong> ist der Sonntag des Guten Hirten: Vielleicht gibt es eine alte, eine Konfirmationsbibel, in der der Psalm 23 aufgeschlagen und auf den Tisch gelegt wird. Die Kinder suchen alle Pl\u00fcsch- und sonstigen Schafe zusammen. Oder ein Wollschal liegt als Tischl\u00e4ufer aus und erinnert, wie er im Winter w\u00e4rmt \u2013 so wie die Zuwendung Gottes uns w\u00e4rmt.<br><br><strong>Jubilate<\/strong>: Grund zum Jubeln, zum Danken haben wir. Gut ist, sich daran zu erinnern. Stifte und Zettel liegen parat. Darauf kann ich schreiben, wof\u00fcr ich dankbar bin, und diese Zettel werden dann versteckt: Im K\u00fcchenschrank, zwischen den Handt\u00fcchern, in der Schreibtischschublade &#8211; wo auch immer im Haushalt. Und pl\u00f6tzlich, wenn ich wieder mal hektisch nach dem Brotmesser suche, finde ich den Dankezettel und werde mitten in meinem Alltag erinnert, dass ich viel Grund zum Jubeln habe.<br><br><strong>Kantate<\/strong>: Das mit dem Singen ist f\u00fcr die Einen eine gro\u00dfe Freude, f\u00fcr die Anderen eine gro\u00dfe Anstrengung. Nat\u00fcrlich ist Singen passend an diesem Sonntag, von \u201eChrist ist erstanden\u201c bis \u201e80 Millionen\u201c. Ich kann auf dem Tisch Liederb\u00fccher aufschlagen mit dem Lieblingslied. Eines meiner Lieblingslieder ist \u201eFr\u00f6hlich soll mein Herze springen\u201c. Oder ich lege die CD mit der Mucke, die ich gerne und laut im Auto h\u00f6re, bereit.<br><br><strong>Rogate<\/strong>: Gebete sind die starken B\u00e4nder, die mich mit Gott und mit anderen Menschen verbinden. Diese B\u00e4nder sind sehr unterschiedlich: Ein Sto\u00dfgebet, ein Dankgebet, eine inst\u00e4ndige Bitte \u2026 F\u00fcr diesen Sonntagstisch werden unterschiedliche B\u00e4nder ausgesucht und um die Sch\u00fcsseln und Teller gelegt.<br><br>Nun stelle ich mir vor: Sonntags an unseren Tischen. Manche sind allein, manche sitzen mit der Familie, und bei allen die Frohe Botschaft sichtbar, greifbar, f\u00fchlbar. So sicher wie der Fr\u00fchling eingezogen ist, zieht Ostern ein in unser Leben.<br><br>Es ist nicht vorbei. Nicht die Sorgen. Vor allem aber nicht die Osterfreude.<br><br>Dass Sie durch diese Zuversicht getragen werden in dieser Zeit w\u00fcnscht herzlichst<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"275\" height=\"87\" src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1025\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Pfarrerin Rahel Charlotte Mielke<br><br><strong>Gebet:<\/strong><br><em>Jesus Christus,<br>auferstanden bist du. Freude und Zuversicht schenkst du. Nicht irgendwann: Jetzt und hier.<br>Wir werden m\u00fcde unter allen Belastungen dieser Zeit. Gib uns langen Atem!<br>Wir verlieren Ostern aus dem Blick. Schenk uns kleine Auferstehungen mitten in unserem verwirrenden, allt\u00e4glichen Leben.<br>Wir vermissen die Gemeinschaft der Schwestern und Br\u00fcder. Du bist bei uns, klar und unsichtbar. Danke!<\/em><br><em>Amen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7,6],"tags":[],"class_list":["post-1078","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-andachten","category-wort-zum-sonntag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1078"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1084,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1078\/revisions\/1084"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}