﻿{"id":1088,"date":"2020-04-25T19:15:15","date_gmt":"2020-04-25T17:15:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lznt.de\/?p=1088"},"modified":"2021-02-20T19:25:59","modified_gmt":"2021-02-20T18:25:59","slug":"miserikordias-domini-26-04-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/2020\/04\/25\/miserikordias-domini-26-04-2020\/","title":{"rendered":"Miserikordias Domini, 26.04.2020"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\">Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-Herr-ist-mein-Hirte.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-Herr-ist-mein-Hirte.mp3\"><br>oder zum<\/a><a href=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Der-Herr-ist-mein-Hirte.mp3\" class=\"wp-block-file__button\" download>Herunterladen<\/a><\/div>\n\n\n\n<p>1. Der Herr ist mein Hirte, Halleluja, es wird mir nichts fehlen, Halleluja!<br>2. Er f\u00fchrt mich zur Weide, Halleluja, zum quellfrischen Wasser, Halleluja!<br>3. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, f\u00fcrcht ich doch kein Ungl\u00fcck, Halleluja!<br>4. Denn du bist stets bei mir, Halleluja, dein Stab st\u00fctzt und tr\u00f6stet mich, Halleluja!<br>5. Ich f\u00fcrcht keine Feinde, Halleluja, denn du hilfst mir siegen, Halleluja!<br>6. Erbarmen und Gutes, Halleluja, die werden mir folgen, Halleluja!<br>7. Und so werd ich bleiben bei dir allezeit in Jesu Namen in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Evangelium aus Johannes im Kapitel 10:<\/strong><br><em>Jesus Christus sagt: \u00bbIch bin der gute Hirt. Der gute Hirt ist bereit, f\u00fcr die Schafe zu sterben. Anders ist das bei einem, der die Schafe nur f\u00fcr Geld h\u00fctet. Er ist kein Hirt und die Schafe geh\u00f6ren ihm nicht: Wenn er den Wolf kommen sieht, l\u00e4sst er die Schafe im Stich und l\u00e4uft weg. Und der Wolf st\u00fcrzt sich auf die Schafe und jagt die Herde auseinander. Denn so ein Mensch h\u00fctet die Schafe nur f\u00fcr Geld und die Schafe sind ihm gleichg\u00fcltig. Ich bin der gute Hirt. Ich kenne die, die zu mir geh\u00f6ren, und sie kennen mich. Meine Schafe h\u00f6ren auf meine Stimme. Ich kenne sie und sie folgen mir. Ich gebe ihnen das ewige Leben. Sie werden in Ewigkeit nicht verloren gehen und niemand kann sie mir aus den H\u00e4nden rei\u00dfen.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<br><br>manche S\u00e4tze bleiben im Ged\u00e4chtnis haften. Ein Satz, den ich vor \u00fcber 30 Jahren von einer Mitstudentin h\u00f6rte, hallt immer noch in meinen Ohren: \u201eBin ich ein Schaf?\u201c Das war nicht als echte Frage gemeint, eher ein Aufschrei: \u201eBin ich ETWA ein Schaf?\u201c Mir liegt die Gegenfrage auf der Zunge: \u201eWarum denn nicht?\u201c Denn als erstes erscheint vor meinem inneren Auge beim Stichwort \u201eSchaf\u201c Shaun, das Schaf, dieses lustige Tierchen. Shaun wirbelt das Leben seines irischen Bauern und dessen H\u00fctehund gr\u00fcndlich durcheinander, weil es immer das Beste f\u00fcr seine Schafherde herausholen will. An Shaun, der Quelle kreativer Scherze, sehe ich: Ein Schaf ist ein sehr soziales Tier, mit enger Bindung an die eigene Herde. Es wei\u00df ganz genau, wohin es geh\u00f6rt. Und weil ich an dieser Stelle auch sicher sein m\u00f6chte, bin ich gerne ein Schaf.<br>Hat ein Schaf einen leibhaftigen Hirten, dann lernt es: Diesem Zweibeiner kann ich vertrauen; denn er will Gutes f\u00fcr mich, sorgt f\u00fcr mich, besch\u00fctzt mich. Ich denke, dass dies eine tiefsitzende Sehnsucht ist, die uns allen innewohnt: Dass da jemand sei, bei der\/dem ich geborgen und gesch\u00fctzt bin. Sicherlich, es gibt Phasen in unser aller Leben, da wollen wir genau das eben nicht. Der Lieblingssatz der 3J\u00e4hrigen: \u201eKann alleine.\u201c<br>Und doch, im hintersten Winkel des Herzens schlummert der Wunsch nach einem\/einer, die mich zuverl\u00e4ssig h\u00fctet, wie der Hirte die Schafe h\u00fctet. Ich w\u00e4rme und weide mich an dem sch\u00f6nen Bild, da durchzuckt es mich: Wann habe ich eigentlich einen Hirten mal leibhaftig gesehen? W\u00e4hrend ich in meinem Ged\u00e4chtnis krame, kommt in mir eine andere bange Frage auf: Und wo ist der Gute Hirte in meinem Leben <em>gerade<\/em> <em>jetzt<\/em> zu finden? Die Momente, da wir ihn lebendig unter uns sp\u00fcren, die m\u00fcssen in der Zeit der akribischen Hygienema\u00dfnahmen versagt bleiben: Die Kindernachmittage sind bis Ende der Sommerferien ausgesetzt, Seniorenkreise, Konfirmationen, Ausfl\u00fcge, Feste \u2013 verschoben, abgesagt, vertagt. Diese Zeit bringt uns alle an den Rand unserer Kr\u00e4fte, unserer Geduld, unsres Vertrauens.<br>Ein bisschen f\u00fchle ich mich wie ein verlorenes Schaf. Aber dann setze ich mich am Sonntagmorgen in die ge\u00f6ffnete Kirche. Ja, der gemeinsame Gottesdienst fehlt, aber die Kerzen brennen, von drau\u00dfen singen die V\u00f6gel herein, es kommt noch jemand dazu und auch ohne H\u00e4ndesch\u00fctteln f\u00fchlen wir uns umarmt von der Liebe Gottes und den guten Erinnerungen \u2013 und ich wei\u00df, dass in vielen Kirchen Menschen ganz \u00e4hnlich sitzen, horchen, beten, singen, schweigen, und jetzt sp\u00fcre ich: Wirklich, er ist hier bei mir, der Gute Hirte. Vielleicht habe ich das noch niemals zuvor in meinem Leben so deutlich gesp\u00fcrt, dass ER uns zuverl\u00e4ssig und stark begleitet und verbindet wie in dieser be\u00e4ngstigenden Zeit.<br><br>Also ich singe aus dankbarem Herzen das schlichte, aber treffliche Kinderlied mit:<br><em>\u201eWir haben einen Hirten, der ist uns Menschen gut,<br>der wei\u00df wohl zu bewirten die Schafe seiner Hut.\u201c<\/em><br><br>In diesem Sinne: Bleibt in SEINER Hut,<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/grafik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1025\" width=\"169\" height=\"53\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Pfarrerin Rahel Charlotte Mielke<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebet:<\/strong><br><em>Guter Hirte Jesus,<br>wacklig wie ein neugeborenes Lamm stehen wir auf unseren Beinen: Die Situation in unserem Land, die Lage in der weiten Welt verunsichern uns. Wir f\u00fchlen uns vereinsamt und mit vielen Fragen allein gelassen. Schenk uns wieder und wieder neu die Sicherheit des Vertrauens in dich!<br>Amen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. 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