﻿{"id":1811,"date":"2021-11-28T18:11:43","date_gmt":"2021-11-28T17:11:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.lznt.de\/?p=1811"},"modified":"2021-11-28T18:11:44","modified_gmt":"2021-11-28T17:11:44","slug":"einkehr-am-i-advent-28-11-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/2021\/11\/28\/einkehr-am-i-advent-28-11-2021\/","title":{"rendered":"Einkehr am I. Advent, 28.11.2021"},"content":{"rendered":"\n<p>Herzlich willkommen in der Adventszeit!<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">1. Macht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein K\u00f6nig aller K\u00f6nigreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Sch\u00f6pfer reich von Rat.\n\n2. Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftm\u00fctigkeit ist sein Gef\u00e4hrt, ein K\u00f6nigskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland gro\u00df von Tat.\n\n3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen K\u00f6nig bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser K\u00f6nig ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tr\u00f6ster fr\u00fch und spat.<\/pre>\n\n\n\n<p><strong>Psalm 24<\/strong><br><em>Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist,<br>der Erdkreis und die darauf wohnen.<br>Denn er hat ihn \u00fcber den Meeren gegr\u00fcndet<br>und \u00fcber den Wassern bereitet.<br>Wer darf auf des HERRN Berg gehen,<br>und wer darf stehen an seiner heiligen St\u00e4tte?<br>Wer unschuldige H\u00e4nde hat<br>und reinen Herzens ist,<br>wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug<br>und nicht falsche Eide schw\u00f6rt:<br>der wird den Segen vom HERRN empfangen<br>und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.<br>Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,<br>das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.\u00a0<br>Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt\u00a0hoch,<br>dass der K\u00f6nig der Ehre einziehe!<br>Wer ist der K\u00f6nig der Ehre?<br>Es ist der HERR, stark und m\u00e4chtig,<br>der HERR, m\u00e4chtig im Streit.<br>Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt hoch,<br>dass der K\u00f6nig der Ehre einziehe!<br>Wer ist der K\u00f6nig der Ehre?<br>Es ist der HERR Zebaoth; er ist der K\u00f6nig der Ehre.\u00a0<br><br><\/em>G: <em>Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-verse\">4. Macht hoch die T\u00fcr, die Tor macht weit, eu\u2019r Herz zum Tempel zubereit\u2019. Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der K\u00f6nig auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad.<br><br>5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens T\u00fcr dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns f\u00fchr und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.<\/pre>\n\n\n\n<p><strong>Evangelium aus Lukas 19:<\/strong><br>Und als Jesus das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem. Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der \u00d6lberg hei\u00dft, da sandte er zwei J\u00fcnger und sprach: Geht hin in das Dorf, das vor uns liegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein F\u00fcllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt&#8217;s her! Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt: Der Herr bedarf seiner. Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden&#8217;s, wie er ihnen gesagt hatte. Als sie aber das F\u00fcllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das F\u00fcllen los? Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner. Und sie brachten&#8217;s zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das F\u00fcllen und setzten Jesus darauf. Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. Und als er schon nahe am Abhang des \u00d6lbergs war, fing die ganze Menge der J\u00fcnger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme \u00fcber alle Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der K\u00f6nig, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der H\u00f6he! Und einige Pharis\u00e4er in der Menge sprachen zu ihm: Meister, weise doch deine J\u00fcnger zurecht!<br>Er antwortete und sprach: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gebet:<\/strong><br><em>Jesus Christus,<br>komm! Komm: damit wir dich sehen k\u00f6nnen, damit unsere Fragen eine Antwort finden.<br>Komm heute in unser Beten und Reden und Schweigen, damit wir frei werden von unseren dunklen Gedanken und von unserer Herzensh\u00e4rte.<br><br>Komm und nimm uns mit auf deinen Weg, in deine Spur, in dein Leben und Sterben, in deinen Tod und deine Auferstehung. Dein Licht z\u00fcnde in uns an und lass es uns weitertragen in die Wirrnis unserer Zeit! Amen.<\/em><br><br>Sr. Ruth Meili CCR, Communit\u00e4t Casteller Ring<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/strong><br><br>bei einem Gespr\u00e4ch am Telefon erschreckt mich eine Frau mit der Frage: \u201eHaben Sie schon f\u00fcr Advent geschm\u00fcckt?\u201c Erst einmal muss ich mich sortieren und will dann gleich das Antwortprogramm abspulen:<br>\u201eJetzt doch aber noch nicht!\u201c Obwohl, warum nicht schon, wie ganz fr\u00fcher, zu Sankt Martin am 11.11. mit dem Schm\u00fccken beginnen?<br>Oder: \u201eIch habe \u00fcberhaupt keine Lust zu schm\u00fccken, in diesem Jahr.\u201c Die Zahlen, die Entwicklungen, die Entgleisungen in unserem Land frustrieren und scheinen jeden Hoffnungsschimmer zu ersticken.<br>Bevor ich reagieren kann, beantwortet sie selbst die Frage: \u201eIch schm\u00fccke nicht.\u201c Aha, denke ich, bestimmt aus Resignation \u00fcber die nicht enden wollende Corona-Krise. \u201eIch schm\u00fccke nicht; denn das staubt ja sowieso nur ein.\u201c<br><br>Damit hatte ich jetzt gar nicht gerechnet. Irgendetwas stammle ich \u00fcber \u201eIch liebe Advent.\u201c, aber die Begr\u00fcndung meiner Gespr\u00e4chspartnerin l\u00e4sst mich nicht mehr los, auch als ich das Telefonat schon beendet habe. In Gedanken spiele ich durch, was ich der Frau, die so pragmatisch an die sch\u00f6nste Zeit des Jahres herangeht, raten k\u00f6nnte. Und sofort verl\u00e4ngern sich meine \u00dcberlegungen ins schier Unendliche: Was bringt uns den Advent, seine wundervolle Botschaft vor Augen, uns Ersch\u00f6pften, uns Entt\u00e4uschten, uns Entnervten? Dabei pelle ich eine Apfelsine. Das l\u00e4sst mich nicht unbedingt ruhiger werden; denn die Schale l\u00f6st sich nur schwer vom saftigen Fruchtfleisch, und die wei\u00dfen Fusseln (Wie hei\u00dfen die eigentlich?) muss ich geduldig abfisseln. Aber der Duft entsch\u00e4digt f\u00fcr allen Aufwand: Ein Duft, der hunderte von wohligen Bildern in meinem Kopf hervorruft. Und da fallen mir die Tomaten von den Augen: \u201eApfelsine!\u201c, denke ich, \u201eIch h\u00e4tte der Frau zur Apfelsine raten sollen. Die gibt\u2019s in fast jedem Haushalt, auf jeden Fall in jedem Supermarkt in H\u00fclle und F\u00fclle. Und die Apfelsine ist ein h\u00fcbscher Schmuck und erz\u00e4hlt ein bisschen etwas \u00fcber die Adventszeit.\u201c<br>Die Apfelsine ist etwas f\u00fcr Geduldige. Der Advent auch. Die Sache mit den 24 T\u00fcrchen zeigt das Problem: Heilig Abend steht nicht schneller vor der T\u00fcr, wenn ich die 24 T\u00fcrchen mit einem Mal aufpople. Das Gras w\u00e4chst nicht schneller, wenn ich daran ziehe. Unsere Geduld ist oft schnell ersch\u00f6pft: An der Kassenschlange. Beim Autofahren. Im Dezember 2021 sowieso und lange schon. Es ist eine schwierige \u00dcbung, aber vielleicht hilft sie mir in diesem Advent, in dem ich gerne wieder alles so gefeiert h\u00e4tte, wie ich es mag. Ganz geduldig die Apfelsine St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck pellen und sagen: Es muss nicht schnell gehen, der saftige Kern wartet auf mich. Weihnachten kommt. Gott kommt. Gott wartet auf mich.<br><br>Geduldig pellen, dann ist die orangefarbene Frucht endlich schalenlos, und ihr Duft weckt sch\u00f6ne Bilder, und der s\u00fc\u00dfe Geschmack erfreut das Herz, und der Saft st\u00e4rkt die Abwehrkr\u00e4fte.<br>Eigentlich m\u00fcsste ich die Frau doch noch einmal anrufen und sagen: \u201eIch hab ne Adventsdeko f\u00fcr Sie, die passt auch richtig gut zu dieser anstrengenden Zeit: Apfelsine. Und wenn Advent vorbei ist, m\u00fcssen Sie sie nicht mal wegr\u00e4umen \u2013 sie essen sie einfach auf.\u201c<br><br>Also, dieses Jahr lege ich mir auf jeden Fall im Advent eine Apfelsine auf den Schreibtisch. Und lege einen Zettel daneben mit dem Satz von Paulus, f\u00fcr Advent und f\u00fcr Ungeduldige:<br>Seid fr\u00f6hlich in Hoffnung, geduldig in Tr\u00fcbsal, beharrlich im Gebet.<br><br>Bleibt fr\u00f6hlich, geduldig, beharrlich,<br><br>Rahel Charlotte Mielke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herzlich willkommen in der Adventszeit!<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1811","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-andachten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1811"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1811\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1812,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1811\/revisions\/1812"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lznt.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}